Mit DFDS Seaways nach Newcastle – Die Abreise

Die Zeit verging wie im Flug und wie schon am Tag zuvor, saßen wir vier gemeinsam beim Frühstück und bedienten uns am reichhaltigen Buffet. Bei leicht gedrückter Stimmung, aufgrund der Tatsache, dass es am Nachmittag bereits wieder zurück zum Hafen und somit wieder Richtung Heimat gehen sollte, ließen wir die vergangenen beiden Tage Revue passieren. Es waren zwei tolle und abwechslungsreiche Tage – wir haben viel erlebt und viel gesehen.

Newcastle
Nach dem Frühstück gingen wir unsere Sachen holen. Neben unseren Rucksäcken, war auch Milas lilaner, von ihr sehr geliebter Koffer mit den weißen Tupfen dabei. Wir trafen uns zum Auschecken an der Rezeption wieder, wo wir auch gleich unser Gepäck hinterließen. Wir wollten schließlich die uns noch verbleibenden Stunden in Newcastle sinnvoll nutzen und noch ein bisschen was von der Stadt sehen. Unser Gepäck würden wir auf dem Rückweg wieder abholen, ehe es zum Bus und der damit verbundene Rückfahrt zum Hafen ging.

newcastle_3_2_universitaet
Und so ging es hinaus aus dem Hotel, diesmal in nördliche Richtung und es brauchte auch nicht lange, bis wir wieder mitten in der Stadt waren. Unser Weg führte uns Richtung Universität, der University of Newcastle upon Tyne, deren Entstehungsgeschichte bis ins Jahr 1834 zurück geht.

Etwas fiel mir auch gleich auf: diese Universität war weit aus schöner anzusehen, als die mir in Deutschland bekannten – nun, es ist eben England, wo die Architektur in vielen Gegenden die heimatliche Architektur gnadenlos aussticht.

Wir verbrachten hier kurze Zeit auf dem Gelände der Universität, bestaunten das Gebäude und schauten uns um, bis wir uns schließlich wieder auf den Weg zu einem nahe gelegenen Museum machten. Genauer gesagt, handelte es sich um das Great North Museum: Hancock. Und dort, wo in Deutschland teure Eintrittsgelder verlangt werden, war der Eintritt in Newcastle kostenlos! Wahnsinn! Aber wen wundert’s – immerhin werden so manche Museen von örtlichen und überregionalen Organisationen und Unternehmen unterstützt.

In dem Museum war zum Zeitpunkt unseres Besuches eine kleine zeitgenössische Ausstellung zu betrachten. Man konnte allerhand interessante Dinge über so manche Kulturen erfahren, angefangen bei den Griechen, über die Römer bis zu den Ägyptern. Selbst ein modernes Planetarium zählte hier zu den Attraktionen – doch wie es im Leben so ist, einen kleinen Wermutstropfen gab es: Da das Planetarium noch recht neu war, wurde hier eine Eintrittskarte, die man für ca. 12 Pfund am Eingang hätte kaufen können, verlangt. Schade, dennoch trübte es nicht unsere Laune und so gingen wir wenig später weiter die Stadt erkunden.

newcastle_3_3_pub_1
Unsere Zeit in Newcastle neigte sich gefühlt relativ schnell dem Ende, allerdings gab es noch ein Ziel, welches unbedingt sein musste: letzte Station, ehe es zurück zum Hotel gehen sollte, war ein urig und atmosphärisch wunderschönes Pub, welches englischer nicht hätte sein können. Warum wir dort Halt gemacht haben?

Wir hatten Hunger! Und wenn man schon in England ist, dann muss man auch die dort üblichen Speisen probiert haben. Gesagt getan, es gab Fish & Chips – für Mila allerdings nicht, Fisch ist für sie ein rotes Tuch und so bestellte sie sich einen Burger mit Fritten, der allerdings nicht weniger gut aussah. Fish & Chips – Ich warte noch auf ein Restaurant in der Kölner Ecke, das mindestens genau so gute Fish & Chips zubereiten können.

newcastle_3_3_pub_3
Gestärkt ging es nach dem Essen wieder zurück ins Hotel. Bepackt ging es ein letztes Mal durch die Straßen Newcastles, ein letztes Mal vorbei an typisch englischen Gebäuden – allerdings nur vorerst, da wir schon zu diesem Zeitpunkt beschlossen haben, das es definitiv eine weitere Reise nach Newcastle geben wird. Am Hafen angekommen hieß es dann erst einmal warten – zuerst auf unsere Kabinenkarten, danach aufs Boarding. Wir wunderten uns allerdings nicht großartig über die Menschenmassen, die mit uns auf’s Schiff wollten. Am Tag unserer Ankunft hatte es einen Brand auf der King Seaways gegeben, dem Schiff mit dem wir unsere Heimreise antreten sollten.


Als wir dann endlich an Bord waren und unsere Bordkarten näher betrachteten, bemerkten wir, dass wir nicht wie bei der Hinfahrt auf Deck 6 untergebracht waren, sondern ein Deck tiefer unsere Kabine finden mussten. Auf Deck 5 angekommen, fanden wir recht schnell unsere Kabine, wohl ein ehemaliger Informationspunkt auf dem Schiff. Recht schnell fiel uns auf, dass sich diese direkt neben dem Autodeck befand.

Auf den ersten Blick betrachtet waren wir alles andere als begeistert, dennoch waren wir neugierig wie es innen aussah. Auf den zweiten Blick betrachtet, war die Kabine in Ordnung und wirkte etwas neuwertiger als die Kabine der Princess auf unserer Anreise. Dennoch sollte uns in der kommenden Nacht die trockene Luft und der Motorenlärm des Schiffes einen erholsamen Schlaf erschweren.


Den restlichen Abend verbrachten wir mit dem Erkunden des Schiffs. Es unterschied sich in der Ausstattung in manchen Punkten zur Princess. Teils wirkte die King älter, aber stellenweise auch irgendwie hochwertiger verarbeitet. Wir waren allerdings zu erschöpft, um noch großartig etwas zu unternehmen und wir freuten uns auf unsere Schlafplätze in der Kabine und einen erholsamen Schlaf, der wie bereits erwähnt, ausblieb.

Im Nachhinein ist die Kabinenzuweisung auch verständlich. Immerhin waren zahlende Gäste mit an Bord, die zwei Tage zuvor ihre Abreise nicht antreten konnten, aufgrund des bereits erwähnten Brandes an Bord.


Eigentlich wollten wir um sieben Uhr aufstehen, uns gemütlich fertig machen und dann in ruhe frühstücken gehen. Doch es kam anders als geplant. Wir verschliefen und wurden um Punkt acht Uhr von einer schiffsweiten morgendlichen Begrüßung geweckt. So schnell wir konnten begaben wir uns zum Frühstücksbuffet im 7Sea’s Restaurant und staunten nicht schlecht. Gemütlich und ruhig würde das Frühstück bei dem Menschenandrang wohl leider nicht werden. Selbst die Bordküche hatte Schwierigkeiten den Anforderungen gerecht zu werden und für genügend Nachschub zu sorgen. Am schnellsten war übrigens das Rührei vergriffen – isst die Mehrheit von euch eigentlich auch gerne Rührei zum Frühstück? Mila liebt es, ich hingegen kann auch gut ohne Rührei meinen Tag beginnen.

Nach dem doch eher stressigen Frühstück, blieb uns auch nicht mehr viel Zeit von Bord zu gehen, denn nur wenig später legten wir wieder in Amsterdam an und der ganze Trubel ging von vorne los. Die Menschenmassen strömten Richtung Ausgang und wir warteten eine Weile bis wir uns in das Getümmel stürzten. Vorbei am Checkout und der Passkontrolle, ging es wieder zum Shuttlebus, der uns nach Amsterdam bringen sollte. Nach gefühlten ruhigen und angenehmen 20 Minuten Busfahrt, stiegen wir schon wieder aus und hatten noch etwas Zeit bis wir unseren Zug Richtung Köln Hauptbahnhof nehmen mussten.Grand Cafe Mynt
Und so suchten wir uns einen schönen Platz und fanden ein sehr einladend wirkendes Café vor, wo wir uns für die Rückfahrt stärkten.

Dann ging alles sehr schnell. Kaum am Bahnhof angekommen, saßen wir auch schon auf unseren Sitzplätzen für die nächsten drei Stunden Rückfahrt nach Köln und vorbei war der Zauber von England und unserer Reise nach Newcastle. Es war wunderschön und wird nicht die letzte Reise mit DFDS Seaways nach Newcastle gewesen sein.

In erster Linie müssen die anderen Mitreisenden und ich der Mila für diese unglaubliche Möglichkeit der Reise nach Newcastle danken.
Der Dank von heldenunterwegs geht hier natürlich an DFDS Seaways, die uns diese Reise ermöglicht und uns in Newcastle selbst eine günstige Unterkunft im Holiday In express rausgesucht haben.

Hinweis
DFDS Seaways hat uns auf diese Reise eingeladen. Herzlichen Dank dafür.

Kategorien:
Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht!
Erforderliche Felder sind mit einem * markiert.